
Die Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 gerät leider immer weiter in Vergessenheit. Darum möchten wir mit diesem Beitrag an die Bedeutung dieses Tages erinnern, denn dieses Ereignis darf nie vergessen werden.
Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau
Genau heute vor 80 Jahren befreiten russische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, in dem rund eine Million Menschen durch die Nationalsozialisten ermordet wurden. Die 7.600 Gefangenen, auf die die Soldaten bei ihrer Ankunft stießen, waren abgemagert, verletzt, ja bis zur Unkenntlichkeit durch zahlreiche Folterungen entstellt. Doch nicht nur im Lager selbst starben Millionen Unschuldige, sondern auch noch auf den sog. Todesmärschen ab dem 18. Januar 1945 kamen zahlreiche Gefangene durch Gewehrkugeln oder aufgrund fehlender Kraft und durch Erfrierungen zu Tode.
Ein Gedenktag? Auch ein DenkTag!
Der heutige Tag steht im Gedenken an die vielen ermordeten Jüdinnen und Juden sowie die anderen Gefangenen im Konzentrationslager. Die Erinnerung darf nicht verschwinden, denn sie ist die Grundlage für unsere zukünftige Gesellschaft. Sie muss Handlungsrahmen und Gebot zugleich sein. Nie wieder dürfen wir zulassen, dass Menschen zum Gegenstand des blinden Hasses und der Ausgrenzung werden. Darum ist der heutige Tag auch ein Tag, an dem uns allen bewusst werden muss: Menschen, egal welcher Hautfarbe, welcher Religion, welchen Geschlechts sind gleichwertig und dürfen ein solches Leiden nie wieder geschehen lassen. Dazu Margot Friedländer im Tagesschau-Interview: https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-1427354.html
Auch junge Menschen brauchen die Erinnerung
Eine Studie der Jewish Claims Conference hat vor kurzem herausgefunden, dass rund 12 Prozent der 18-29-jährigen in Deutschland die Begriffe Holocaust und Schoah nicht kennen. Zudem nimmt laut Studie auch das Wissen über die genauen Opferzahlen sowohl in Deutschland als auch in den USA sowie in Rumänien ab. Hier gehts direkt zur Studie: https://www.claimscon.org/country-survey/
Das muss Mahnung und Aufgabe zugleich sein, denn nur, wenn junge Menschen wissen, welche Verbrechen an Jüdinnen und Juden verübt wurden und aus welchen Gründen, können sie sich selbst aktiv gegen ausgrenzende und fremdenfeindliche Handlungen positionieren.
Die Brandmauer zur AfD muss Bestand haben
Das Einbringen von zwei Anträgen der CDU-Fraktion im Bundestag bzgl. der aktuellen Migrationsdebatte ist vor dem Hintergrund, dass wir in dieser Woche mit der Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten konfrontiert sind, ein absoluter Tabubruch. Das wollen und werden wir nicht unterstützen. Diese Annäherung an die AfD ist gefährlich und noch dazu nicht umsetzbar und realitätsfern. Ein Statement unseres Bundestagsabgeordneten Axel Echeverria zum Fünf-Punkte-Plan von Friedrich Merz finden Sie hier: https://www.instagram.com/reel/DFQOX5VN_oS/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==
Wir stehen für ein soziales, gerechtes und offenes Deutschland. Für Dich. SPD.
